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Achtung: Die Hygiene-Ampel zeigt rot!

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Die von den Bundesländern ursprünglich geplanten Hygiene-Ampeln, die die Fassaden der Imbissbuden und Restaurants verzieren sollten, wurden nun doch erst mal aufgehoben. Um den Verbrauchern die Hygienischen Zustände auf den ersten Blick zu verdeutlichen, hätten die Ergebnisse der Kontrolle am Eingang des Lokals sichtbar gemacht werden müssen. Grün bedeutet, es gibt nichts zu beanstanden, gelb und rot zeigt, dass die Anforderungen nur teilweise oder unzureichend erfüllt wurden. Nachdem die Verbraucherschutzminister schon lautstark dafür plädierten, sollte ein Gesetz auf Bundesebene ausgearbeitet werden. Anfang Juni aber traf sich eine Arbeitsgruppe von Verbraucher- und Wirtschaftsministern unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Letztere hatten schon vorher gegen den „Wirte-Pranger“ gestimmt. Das Ergebnis daher: Lediglich auf freiwilliger Basis wird die Ampel nun eingeführt. Im internen Protokoll, das der Westdeutschen Zeitung vorliegt, hieße es: „Hierbei entscheidet der einzelne Unternehmer, ob er die Kontrollergebnisse bekannt macht.“ In ausgewählten Kommunen Nordrhein-Westfalens soll noch in diesem Jahr ein Pilot-Projekt starten. Ab September sollen die Kommunen die Öffentlichkeit über grobe Verstöße gegen Kennzeichnungs- und Hygienevorschriften in Restaurants informieren. Über das Internet zum Beispiel sollen die Namen der auffällig gewordenen Gastronomie-Betriebe veröffentlicht werden, so die Landesregierung.
Die Ampel steht also noch auf gelb - noch haben auch Sie Zeit, auf Nummer sicher zu gehen und selbstständig zu kontrollieren, wie Sie abschneiden würden. Einen Link zu den wichtigsten Punkten und Informationen rund um die Hygiene-Ampel und Hygiene in Küchen sehen sie hier: 
und hier: 

Quelle: Gastrospiegel vom Juli 2012


Hygienisch Spülen - heiße Sache

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Obwohl sich im Laufe der Zeit viel getan hat und die wahren Keimschleudern aus den Profiküchen längst verschwunden sein sollten, wird häufig die Reinigung von Lappen, Handtüchern und Geschirr bei zu niedrigen Temperaturen erledigt. Experten der Vereinigung Gewerbliches Geschirrspülen (VGG) fordern daher auf, hygienischer zu spülen. Zwischen 40 und 60° fühlen sich nämlich viele der gesundheitsschädlichen Bakterien immer noch wohl, andere kommen hier erst in die Blütezeit ihres Lebens! Nur auf Hitze basierende thermische Desinfektion gelingt also erst bei über 60°. Besonders bei Einrichtungen, die Risikogruppen verpflegen, die sogenannten YOPI’s (young, older, pregnant, immunosupressed), müsse verstärkt darauf geachtet werden, so der VGG. Als YOPI’s bezeichnet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Kinder bis zum Alter von fünf Jahren, Senioren, Schwangere und immungeschwächte Personen, die leicht eine lebensmittelbedingte Infektion bekommen können, weil ihr Immunsystem noch nicht hinreichend ausgebildet oder beeinträchtigt ist. Deshalb sollten beispielsweise Krankenhäuser auch auf Haushaltsgeschirrspülmaschinen verzichten, so die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushsygiene e.V. (DGKH), denn diese arbeiten nicht mit ausreichend hohen Temperaturen. Mechanik, Zeit, Temperatur und Reinigerdosierung sind aufeinander abzustimmen und auch die in den DIN-Normen aufgeführten und wissenschaftlich geprüften Kontaktzeiten zwischen Lauge und Spülgut sind einzuhalten. Bakterien sterben nicht einfach schlagartig, es bedarf einer Einwirkzeit. Diese ist umso höher, je niedriger die Temperatur ist. Für Gläser- und Eintankspülautomaten gilt nach DIN 10511 und DIN 10512: Die kürzeste Programmlaufzeit beziehungsweise schnellste Transportgeschwindigkeit muss die hygienischen Voraussetzungen erfüllen – 90 Sekunden Kontaktzeit ist hinreichend. Bei Mehrtankautomaten fordert die zuständige DIN 10510 eine Kontaktzeit von zwei Minuten. Ob dann Temperaturen über 60 Grad nötig sind, hängt von der Zugabe einer Desinfektionskomponente ab. Wer mit einem chlorhaltigen Reiniger spült, erzielt bei 55 und 60 Grad hinreichende Ergebnisse. Auch die Frischwasserklarspülung bedarf einer vorgeschriebenen Temperatur: Zwischen 80 und 85 Grad sollten es sein. „Am Ende dürfen dann maximal fünf Keimbildende Einheiten, also lebende Bakterien oder Viren überbleiben“, so der Produktgruppenleiter Chemischer Produkte Frank Schwarz von Meiko. „Solche eine Desinfektionswirkung würde aber nur erzielt, wenn etwa auch reine, von unreinen Bereichen getrennt werden, die empfohlenen Reiniger und Klarspüler in der richtigen Dosierung oder auch der Beachtung der Vorgaben zum Trocknen des Spülgutes beachtet werden.“ Oft werde vor allem in familiären Betrieben wie etwa Kindergarten, Grundschulen aber auch in Wohnbereichen von Seniorenheimen mit Stationsküchen noch mit Haushaltsspülmaschinen gearbeitet. Dabei sind diese ebenfalls gewerbliche Lebensmittelbetriebe und damit zur Umsetzung der Hygienevorgaben verpflichtet.
Weitere Hinweise zur Desinfektion in Spülküchen sind auf der Homepage der VGG zu finden (hier) in den Fachinformationen Nummer 5,6 und 14.

Quelle: TrendKompass vom August 2012


 Viren und Bakterien gilt es mit richtigem Spülen zu beseitigen
Viren und Bakterien gilt es mit richtigem Spülen zu beseitigen.


 Damit ihr Geschirr und ihre Gäste gut lachen haben
Damit ihr Geschirr und ihre Gäste gut lachen haben.